Die feminine Kraft
Die feminine Kraft - ich hab überlegt welchen Titel ich nehme, für das was ich schreiben will. Es ist gar nicht so einfach das auszudrücken was ich meine.
Die Feminine Kraft, das ist etwas das wir seit Jahrtausenden nicht mehr erfahren, oder wenn, dann nur in kleinem Rahmen, in gewissen Momenten. Diese völlige Unterdrückung hat eine lange Tradition, und unzählige Ausdrucksformen.
Frauen seien schwach, könnten nicht so arbeiten wie Männer, seien nicht so belastbar, man hielt sie auch für dümmer als Männer, behauptete sie seien unfähig alleine zurecht zu kommen, was heut kaum noch jemand weiß - es ist noch nicht mal 100 Jahre her da durften Frauen weder wählen noch alleine reisen, noch arbeiten wenn der Vater oder Mann es nicht erlaubte. Es geschieht immer noch das Frauen ihre weiblichste Stelle abgeschnitten wird, mit unöglichen Folgen wie behinderte oder totgeborene Kinder weil die Vernarbungen eine normale Geburt unmöglich machen, was für ein Wahnsinn.
Kurios dagegen finde ich den Glauben, das ein Mann, der von einer Frau getötet wird, nicht in den Himmel kommen kann - da musste ich lachen, als ich das im Radio hörte anlässlich einer zunehmenden Zahl Frauen die im Kampf gegen Extremisten wie IS zu Waffen greifen.
Doch dann war mir klar - dahinter steckt eine große Angst vor der Kraft des weiblichen, weil wie sonst könnten derartige Dinge entstehen?
Und diese Angst muss sehr groß sein, weil die Anstrengungen, das weibliche, feminine zu kontrollieren, zu unterdrücken dermaßen ausgeufert sind.
Damit es klar ist: mit feminin und weiblich meine ich diesen Teil der Energien, die wir alle zur Hälfte in uns haben, jedoch in einem Leben als Frau sehr klar zum Ausdruck kommen, und zunehmend auch bei denen, die als schwul gelten, sie haben beides klar in sich und sind somit etwas Besonderes.
Und das Wichtigste ist: die feminine Energie ist das Schöpferische. Gott ist also eher weiblich, und das wird sehr vielen gar nicht in den Kram passen, lach. Adamus Saint Germain hat selten von Gott gesprochen, aber jedesmal sagte er "Sie". Unser göttlicher, schöpferischer Teil ist der feminine. Und es war sicher unsere Angst vor unserer unglaublichen Kraft, Power, das wir es so gedrosselt bis fast verleugnet haben.
Die feminine Energie, die jeder hat, ist erschaffend, kreativ, schöpfend. Die maskuline Energie ist bewahrend und unterstützend. Sollte jedenfalls so sein.
Warum ist es so anders?
Es ist unsere Angst vor uns selbst, vor unserer schöpferischen Kraft.
Wir haben das Universum erschaffen, bzw. alle Universen, Dimensionen, und darin auch die Erde, mit allem was darauf zu finden ist, die Tiere, die Pflanzen, der Mensch als unser ureigenster Ausdruck. Immerhin zeigt sich hier mit Gaia noch das weiblich-schöpferische. Außerdem das ganze so unglaublich komplexe System, das alles am laufen hält, mit Wetter, dem ganzen Kreislauf der sich beständig erneuert, regeneriert, neues entstehen lässt, mit so vielen Facetten dass auch unser eigene Körper noch bei weitem nicht entschlüsselt ist, sie kratzen gerade mal an der Oberfläche.
Das Schöpferische kann der Verstand nicht erfassen, dafür ist er nicht gemacht. Der Verstand (makulin) ist der Unterstützer hier, wenn ein Sein, ein Bewusstsein, ein Wesen sich inkarniert. Er ist das System das uns hier dient um uns zurecht zu finden, und gerade in den letzten Jahrhunderten erhielt er die "Macht" über alles, bei vielen. Damit haben wir unsere schöpferische Kraft total gedrosselt, denn diese finden wir niemals im Verstand. Da der Verstand, die Intelligenz heute alles gilt, alles darauf ausgerichtet wird bzw. wurde, haben wir verlernt was wir sind - Schöpfer.
Der Verstand ist Kontrolle über alles - das Schöpferische kann nie kontrolliert werden.
Schöpfung lässt sich nicht kontrollieren, und langsam wird es klar, interessanter Weise den Quantenphysikern, die Teilchen beobachten und ihre unerklärlichen Reaktionen.
Schöpferische (weiblichen) Kraft ist unkontrollierbar, entfesselt, fließend, erschaffend, es ist die Kreativität in uns, das Künstlerische in uns, auch das Weiche. Wir denken meistens dass "fest" gleich Stärke ist, doch das stimmt nicht. In einem Sturm bricht der feste Baum, der biegsame übersteht es weil er weich und nachgiebig ist. Und in dieser weichen, weiblichen Energie liegt eine solche große Stärke dass wir uns meistens gar nicht mehr trauen, es zuzulassen. Wir sind voller Kontrollen, überall, in uns, um uns, wir schränken ein, wir planen, überlegen, taktieren - das ist alles Kontrolle.
Wir erlauben uns nie oder nur selten einmal unkontrolliert zu sein, weil wir Angst davor haben. Wir wollen vorher wissen wie was wird, aussieht, was auf uns zukommt, wie man am besten damit umgeht usw. - das ist Leben heute.
Wenige sind bereit ihrer inneren Stimme zu folgen, Dinge zu tun die dem Verstand verrückt erscheinen. Wenige erlauben sich das Leben laufen zu lassen, fließen zu lassen. Ohne Plan. Und was wir durch die Kontrolle erfahren ist, dass Leben etwas sehr statisches, berechenbares und damit aber auch zutiefst Langweiliges geworden ist. Dann wird in der Freizeit der Kick gesucht den das Leben nicht mehr bietet eben weil es so kontrolliert ist.
Ja, jeder, der ein "normales" Leben lebt, beschneidet sich selbst in seinem Schöpfersein. Dazu noch mangelndes Vertrauen in die eigene Stärke, und schon wird Leben zu einer sehr sehr reduzierten Erfahrung. Wir haben uns selbst unsere reduzierte Form erschaffen, doch jetzt ist es angebracht wieder in unsere Schöpferkraft einzutauchen.
Und die findet sich in der femininen Energie, in dieser unbeschreiblichen Kraft der Schönheit.
