26.05.09 Glück
Die Menschen suchen nach Glück - oft ihr Leben lang. Sind traurig, deprimiert, wütend, verzagend und so weiter wenn sie es nicht haben, verpasst haben, wenn sie sehen das andere es offensichtlich gepachtet haben - das ist Salz in dieser Wunde.
Doch was hat es mit diesem Glück auf sich? Klar ist, das es für jeden etwas anderes ist, klar ist das es sehr individuell ist.
Was für manchen schon Glück ist, nimmt ein anderer noch gar nicht zur Kenntnis. Was für manchen ein Unglück ist, entpuppt sich später als Glück, weil es seinem Leben einen ganz entscheidenden Impuls gegeben hat. Also scheint Glück etwas sehr sehr Undefinierbares zu sein.
Vielleicht ist es einfach das Gefühl, das wir suchen? Sich glücklich fühlen - wer will das nicht.
Doch wovon hängt es ab? Davon, das meine Wünsche erfüllt sind? oder das ich keine Probleme habe? oder das ich gesund bin? Es ist wohl eines der vielfältigsten Gefühle - und wer genau hinschaut, bemerkt, das es nicht von äußeren Faktoren abhängig ist.
Es ist meine Entscheidung, wie ich mich fühle, ob ich mir von anderen "den Tag vermießen" lasse. Hier wo ich wohne (im Allgäu) haben sie einen schönen Spruch dazu: wem der Hut passt, der setzt ihn sich auf.
Genau so ist es. Es ist meine Entscheidung, ob ich mir das annehme oder nicht, was mir begegnet. Es ist meine Entscheidung, ob ich jemandem zugestehe das er mich aus meiner Mitte wirft - mich betroffen macht - mich demütigt - es ist einzig meine Entscheidung ob ich mir diesen Hut aufsetze oder nicht. Keiner kann mich treffen, wenn ich es nicht zulasse, denn das hängt von keinen äußeren Faktoren ab, sondern liegt in mir. Alles ist meine Schöpfung - und es gibt durchaus Dinge die unangenehm sind - doch muss ich mit das zu Herzen nehmen? Eben das ist meine Entscheidung, meine Wahl, dem bin ich NICHT ausgeliefert. Keiner kann mich zwingen etwas anzunehmen das ich nicht haben will.
Oh, da gibt es viele Gegenargumente - was soll ich denn machen wenn ich meinen Job verliere - wenn mein Partner mich betrügt -
aber wer sagt denn, das ich deswegen in ein Loch fallen muss ????
Das wird allgemein so gesehen, aber es ist immer meine Entscheidung, ob ich das annehme oder ob ich meine eigene Entscheidung treffe.
Wer sagt denn, das es nicht doch "ein Glück" war, vielleicht weil du einen viel besseren Job findest und eines Tages denkst, danke, das ich da raus geflogen bin, oder du eventuell etwas machst, das dir viel mehr Freude bereitet?
Bei all diesen Gefühlen spielt immer Angst mit hinein, die Angst keine Job mehr zu finden, und was wird dann? Oder die Angst, keinen neuen Partner mehr zu finden?
Könnte ich also sagen, Glück ist die Abwesenheit von Angst?
Für mich ist Glück mit mir selbst zufrieden zu sein, mit mir selbst im Reinen zu sein, in meine Mitte (Balance) zu sein, und dort auch zu bleiben, wenn es außen mal wieder ungemütlich wird. Mir zu vertrauen, in mir sicher zu sein, und meine eigenen Entscheidungen zu treffen ob ich "den Hut aufsetze" oder nicht.
Und zu wissen, das es tatsächlich meine Entscheidung ist.
Alle die mich herausfordern, die an mir zerren, alles was mir vermeintlich Unglück bringt, ist nur immer wieder die Gelegenheit, zu erkennen, das ich der Schöpfer bin, eine Gelegenheit, selbst die Verantwortung zu übernehmen, damit weiter zu gehen dahin, wirklich zu erfahren das ich Schöpfer bin. Und somit ein Glück für mich, weil es mir hilft immer mehr zu mir zu finden.
Glück ? - ich habe es vor kurzem gefühlt: es war ein Moment wo ich an einer Ampel stehen bleiben musste, weil sie gerade auf rot sprang, ich nahm einen tiefen Atemzug, schaute in den Himmel und fühlte das Glück, ZU SEIN - nur das, kein weil.......es ein schöner Tag ist oder....
einfach nur ZU SEIN !
von Ingrid