Grad fällt mir ein, es ist ja Pfingsten, dieses Wochenende, und das war doch das herunterkommen des Heiligen Geistes

„Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“

Apostelgeschichte 2,1-4

 

Heute würde ich sagen, der Heilige Geist - das ist die Essenz jedes Selbst, manche nennen es Höheres Selbst, oder was für Bezeichnungen es auch geben mag. Heiliger Geist ist für meinen Geschmack sogar ganz passend. Was dabei aber auffällt, sind die äußeren Anzeichen, Flammen, das Brausen, und das es ein Ereignis ist, das im Äußeren geschieht. Und viele meinen, so ähnlich müsste es sein, wenn ihr "Heiliger Geist" auf sie hernieder kommt - sie erwarten eben so etwas wie brausen, flammen, Lichter, Besonderheiten - doch so ist es nicht. Das sind schöne Geschichten, Metaphern, aber dieses Verbinden mit dem was von mir im Geistraum ist, geschieht auf eine sehr ruhige, sehr subtile, zarte Weise - nicht mit "Blitz und Donner" ! Als Mensch möchte man gerne solche Ereignisse sehen, etwas außergewöhnliches wahrnehmen, als Beweis, das es so ist, das sich etwas verändert, das mein Gott-Sein sich mit mir verbindet, doch es wird wohl nichts derartiges geschehen, jedenfalls weiß ich von keinem, das etwas derartiges passierte. Es mag wie bei mir eine erste, ganz sanfte Berührung sein, eine Fühlen in einer stillen Stunde wie noch nie zuvor, das da etwas wirklich Heiliges und Unbeschreibliches da ist, direkt vor mir, etwas das mein Herz so berührte das mir die Tränen liefen - immer wieder, und doch so sanft und ganz zart, und es hat sich sachte ausgebreitet. Ich wusste nicht was das war, hatte keine Idee wer oder was es sein könnte, und erst ein Jahr später bei einem Seminar bei Sabine (Kristallmensch) wusste ich plötzlich, das ICH das war, mein "Höheres Selbst" oder wie ich es lieber nenne, meine Essenz. Das was ICH BIN, immer war und sein werde. Aber da waren keine äußeren Symbole, und es ist wohl auch bei wenigen so, das sie es auf diese Weise das erste mal so klar fühlen. Meistens geschieht dieser Prozess eher unmerklich, und es zeigen sich auch keine übernatürlichen Fähigkeiten, außer das die Wahrnehmung sich ausdehnt, man empfindsamer wird, mehr fühlt, neues fühlt. Und es ist ein sehr sachter Prozess, nichts Spektakuläres. Deshalb sagt Saint Germain im Buch Meister der neuen Energie, wir sollen davon Abstand nehmen, etwas mit Donner, Lichtblitzen oder Ähnlichem zu erwarten, das wird so nicht sein. Es ist leise, es ist da, und ich muss mich dem öffnen, wenn ich es fühlen will. So lange ich drauf warte, übers Wasser laufen zu können, wird es schwierig, denn es IST einfach da, in mir, um mich, und wird doch niemals gefunden werden, hier, und auch die ganzen Erwartungen daran, das auf einmal alles von selbst geht, das ich alles mögliche kann, eben übernatürliche Kräfte habe usw., das alles verhindert die Wahrnehmung das da etwas ist, das ICH BIN, aber so unauffällig und leise, und einzig in meinem Herzen zu fühlen - wenn ich es erlaube.

So, das war meine Pfingstpredigt, mit einem Augenzwinkern ;-), und ich wünsche allen ein wunderschönes Wochenende, und das jeder seinen Heiligen Geist empfangen möge. Einfach es erlauben reicht aus, und das Vertrauen in mich selbst, das ES, das nicht in Worte gefasst werden kann, da ist.

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