Im Sommer 2006 kam ich zu einem online-Seminar, und die Leiterin, nennen wir sie Lisa,  channelte Adamus Saint Germain. Es war von Anfang an sehr intensiv, die Energie, und ich fühlte mich dort sehr wohl, kam mit großen Schritten vorwärts, meinem Gefühl nach.

Im Dezember wurde ein Seminar angeboten, in Hamburg,
und ich habe mich entschlossen hinzufahren. Es war noch sehr  schwierig, eine Unterkunft zu finden, für mehrere Teilnehmer des Seminars, was ich übernommen hatte, doch es klappte, und so bin ich nach Hamburg gefahren.
Was bei diesem Seminar dann passierte, hat mich lange beschäftigt. Und andere auch. Schon am ersten Tag kam ich mir vor wie im falschen Film - war ärgerlich. Ich bekam die Auskunft, ich sollte in den USA Kurse geben, für junge Frauen, denn ich habe lange Jahre Bauchtanz unterrichtet, und somit sollte ich was für das Selbstverständnis der jungen Frauen tun. Ich fühlte mich damit ziemlich daneben. Das entsprach gar nicht dem, was ich meinte. Am nächsten Tag dann kam der Hammer, ich wurde als diejenige "identifiziert" die die anderen zu Heulanfällen brachte, wurde angeherrscht, gefälligst meine Energien zurück zu pfeifen, ich sei ein Reptilianer der die anderen alle manipuliert.
Ich war schockiert, fühlte mich schlecht, wusste gar nicht wie mir geschieht. Also habe ich mich in den hintersten Winkel verzogen, bis das Seminar vorbei war. Am Montag war ich auch noch in Hamburg, und wir waren zu acht in dieser Wohnung, schliefen in 2 Zimmern, mit Dusche, Küche. Wir trafen uns nochmal am Montag, zum Brunch, und wieder fing eine an einen glasigen Blick zu bekommen, und wieder war ich die "Schuldige", und ich bekam zu hören "wenn du SO bist, können wir mit dir nicht arbeiten". Ich sollte an die Elbe gehen, was ich auch tat, die anderen sind - was weiß ich wohin.
Ich bin also zur Elbe, lief da entlang, es war ein stürmischer, regnerischer Dezembertag, auf deutsch "keine Sau" unterwegs, außer mir. Ich bin bis zur Elbkate. Wollte einen Tee trinken, der Wirt schaute mich komisch an, und ich dachte, was ist blos los mit mir? Er sagte, gut, den kriege ich noch, dann macht er zu, denn bei dem Wetter käme eh keiner. Und ich saß da, schaute hinaus - und mir wurde klar, das ich genau damit, das ich mich so verunsichern ließ, alle Türen geöffnet habe, MICH zu manipulieren. Zurück bin ich verändert, fühlte mich wieder balanciert, kam in die Wohnung zurück, legte mich hin und schrieb alle Erfahrungen auf. Die anderen gingen essen, ich blieb da, wollte für mich sein. Als die anderen zurück kamen dachte ich, ich spinne : ALLE anderen schliefen im andern Zimmer, ich war allein. Also war ich so schlimm, das keiner mit mir im Zimmer übernachten wollte? Ich bin morgens früh aus dem Haus, zurück zu Bahnhof, hatte zwar noch Zeit bis Mittags, aber ich wollte da raus. Am Bahnhof wurde ich behandelt, wie ein VIP, ich war noch im Restaurant, und sie bedienten mich wie jemand ganz besonderen, und als ich mit Koffer nochmal auf die Toilette bin, machte die "Klofrau" mir mit dem Schlüssel die Absperrung auf, damit mein Koffer mit durchkam, strahlte mich an, mit hellblauen leuchtenden Augen " für so jemand mach ich das doch gerne" - heute weiß ich, es war Tobias - und ich fuhr dann wieder nach Hause.
Ich hab noch oft darüber nachgedacht, was das nun war, ich weiß von anderen, die noch dort geblieben sind, das es ihnen ähnlich ging.
Und es bleibt die Frage, warum das alles ?
Ich hab im laufe der Zeit viele Antworten gefunden, da es immer viele Ebenen gibt. Doch eines ist die Essenz:
So etwas kann nur passieren, wenn ich einem anderen mehr glaube als mir selbst.
Und dafür danke, Lisa*, wo immer du jetzt bist, ob du das gewusst hast oder nicht, ist egal.
Danke, das du mich auf so zwar sehr herausfordernde Weise dahin gebracht hast, das ich so viel mehr zu mir selbst gefunden habe, das du mich zurückgeworfen hast auf mich selbst, das ich heute weiß, es ist wichtig, das ich MIR glaube, und niemand anderem. Das sind die "Enttäuschungen" die wir uns erschaffen, wenn wir uns zu sehr in einem anderen verlieren, ihn auf ein Podest setzen.

So kann ich nur jedem raten: egal, wie sehr Du jemand anderen schätzt, ihm vertraust:
letztlich ist DEINE Antwort die richtige, nicht die von einem anderen. Glaube dir selbst, vertraue dir selbst. Auch wenn jemand anderes dir wertvolle Hilfe, Unterstützung sein kann, glaube dir selbst, wenn du es anders fühlst. Lass dich niemals irritieren. Glaube nicht, der andere weiß mehr als Du.
Das war die Lektion, die ich da gelernt habe.

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