Eigentlich möchte ich blos noch eines: Alles, alles was ich bin hier haben, alle meine Anteile und vor allem: meine Essenz, dieser bisher im Geistraum verbliebene Teil, der noch niemals hier war.
Das erste mal fühlte ich meine Ausdehnung 2005 bei einem Workshop in Konstanz am Bodensee - und ich war sprachlos. Ich brauchte eine ganze Weile mich wieder zu sammeln, wieder hier zu sein. Die nächste intensive Erfahrung war bei einem Atemworkshop im Juli 2006.
Am vierten und letzten Tag hat mich die leise Musik tief in meinem Herzen berührt, ich atmete - und dann fühlte ich da etwas direkt bei mir, etwas unbeschreibliches, absolut Großartiges, heiliges, und mir liefen Tränen über Tränen des Berührtseins.

Ich wusste nicht was das war - erst ein Jahr später bei Sabine (kristallmensch.net) in diesem besonderen Haus wurde mir klar: das war ICH !!!
Da bin ich fast "aus den Latschen gekippt". Und ich hatte noch verschiedene andere Erfahrungen , hab mich einmal als vereintes Wesen erfahren, gesehen, allerdings ohne Augen, schwer zu beschreiben. Aber ich "sah" mich  als das was ich war, vor der Trennung - der Teilung in feminin und maskulien, die zur Dualität wurde. Ich fühlte welche Ungeheuerlichkeit es war, sich selbst zu teilen - was für ein Akt der Schöpfung! Und ich war wieder vereint und in dem Moment war es so weit weg, das ich als Frau hier auf der Erde sein soll - lächerlich!!! Ich war vollkommen, ich war vollständig, ich wusste ich erschaffe aus mir heraus - dazu brauch ich keine Frau oder sonstwas sein.
Einmal atmete ich mein kosmisches Kind her - eher ohne Absicht. Ich lag da, schaute in den Sternenhimmel, wollte gar nicht schlafen, atmete von der Erde in den Kosmos und aus der Mitte des Kosmos hierher ins Herz der Erde - immer im Wechsel. Dann bin ich doch eingedöst - und dann war mein kosmisches Kind da, ich sah, das die Erde sowas wie ein riesengroßer "Sandkasten" ist, in dem dieses Kind spielen wollte, mit immer neuen Ideen, mit immer neuen Varianten. Ich wusste, das ich immer neue Einfälle hatte, für alle, sie weiter gegeben habe, und dieses Spiel der Schöpfung zu erweitern, auszudehnen, und ich wusste, mir gehen die Ideen nie aus.
So vergingen 4 Jahre, und in letzter Zeit hab ich mich gefragt, ob und wie mein ICH hier ist, ich habe gewählt, mich mit ihm zu vereinen. Und ich kann nur bestätigen, was Tobias immer sagt:
Es ist überhaupt nicht das, was die Menschen meinen.
Im allgemeinen denken Menschen, sie könnten dann übers Wasser laufen, oder wären allwissend, eben die Dinge die "Gott" - der jeder auch ist - zugeordnet werden.
Das stimmt so nicht.
Es ist zuerst einmal etwas sehr zartes, und es ist wie ein kleines Kind, das geliebt werden will und gehätschelt, mit dem man spielt und Freude hat. Es ist scheu - und es braucht ein wirklich liebendes Herz des Menschen - den es zwar erschaffen hat , der jedoch wirklich vorbehaltlos bereit sein muss, es aufzunehmen, mit allen Konsequenzen, wie körperliche Erscheinungen, Gewichtszunahme, übermäßige Müdigkeit, Lustlosigkeit, oder was auch sonst noch alles. Da Menschen meinstens meinen, funktionieren zu müssen, ist es schwierig. Also den Alltag bewältigen wie gewohnt und dann zugleich den eigenen Prozess des integrierens dazu - ich glaube, das ist so nicht möglich. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Meine Erfahrung ist so, das ich als Mensch hier wirklich die Entscheidung treffen muss, was mir wichtig ist - ICH oder der Rest. Beides geht nicht.
Meine Entscheidung ist eindeutig - ich will mein ICH hier haben, bei mir, in mir, um mich, doch am Anfang bin ich sozusagen die "Mutter" die es annimt, aufnimmt. Denn ICH kennt das Leben hier nicht, findet es rauh und spröde, und ist doch voller Neugier und Hingabe, wenn es fühlt, das es ein Menschen-Leben erschaffen hat, das tatsächlich bereit ist sich zu öffnen, das bereit ist sich von den allgemeinen Vorstellungen zu lösen, bereit ist über das bisherige hinaus zu gehen, im Vertrauen in sich selbst und auch bereit, die Verantwortung zu übernehmen. Das keine Erwartungen hat, das nun alles von selbst geht, oder siehe oben (übers Wasser laufen) usw. - sondern das einfach die Herzens-Tür öffnet und alles einlädt, da zu sein, ohne Forderungen zu haben.

Es ist ein Gefühl das unvergleichlich ist, (im Grunde auch nicht wirklich zu beschreiben) diese weiche, sanfte Liebe des eigenen ICH zu fühlen, es ist zärtlich, leise und ruhig und doch so allumfassend - unvergleichlich eben.

Und sicher für jeden anders, ich kann hier nur wiedergeben, wie ICH es empfinde ( so wie es durch Worte eben geht)
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